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Aladin - Kinderstück von Andreas Ludin

zuletzt gespielt: 20.12.2006

Über das Stück

Im Palast des mächtigen Sultans Scherban kommt es während der öffentlichen Sitzung des Rates nahezu zu einem Eklat. Denn die Witwe des verstorbenen ehemaligen Hofschneiders bittet im Namen ihres Sohnes um die Hand von Prinzessin Tuhfa, der Tochter des Sultans.

Der Sultan weist das unglaubliche Ansinnen als lächerlich zurück. Doch auf Anraten seiner Gemahlin Scheherzade erklärt er sich bereit, dass alle gemeinsam ein Theaterstück zu spielen, durch das  "der Esel auf den richtigen Weg geführt werden" soll.

So wird der Versammlungsraum zum Theater, in dem alle durch das gemeinsame Spiel und die Erzählung der Scheherzade die sagenhafte Geschichte des ALADIN und seiner Wunderlampe erleben.

Doch lässt sich der Esel tatsächlich durch diesen phantastischen Mummenschanz auf den rechten Pfad bringen, wie es die Königin beabsichtigt?

Und was hält eigentlich die Prinzessin von all dem?

Autor: Andreas Ludin

Andreas Ludin wurde 1964 in Hannover geboren. Erst nach seiner Ausbildung zum Krankenpfleger kam er 1987 mit dem Theaterspiel in Berührung, als er in Rolf Hackmanns Theaterprojekt "Haarmann's Finale" (1988) die Titelrolle des hannoverschen Massenmörders übernahm.

Im selben Jahr betrat er als Darsteller in dem Märchenstück "Hänsel und Gretel"  erstmals auch Die kleine Bühne, das damals noch junge Amateurtheater in Hannover. Dies markierte den Auftakt zu einem Weg, auf dem er inzwischen zum freien Theaterpädagogen und Autor gewachsen ist, der eigenständig oder in Kooperation mit anderen Kulturschaffenden Theaterprojekte und Inszenierungen realisiert.

Nachdem er in vielen der nachfolgenden Produktionen des Ensembles Die kleine Bühne ebenfalls mitgewirkt hatte, brachte Ludin 1992 mit "Aschenputtel" sein erstes Theaterstück zu Papier. Seither wurden viele der bedeutendsten Grimm'schen und ein orientalisches Märchen als abendfüllende Stücke von Andreas Ludin bearbeitet und inszeniert.

Besonderes Augenmerk legt er als Autor und Regisseur dieser Märchenadaptionen vor allem auf eine kind- und zeitgerechte Erzählweise, die nicht nur die jungen Zuschauer in die Geschichte mit einbezieht, sondern auch Erwachsenen manch unterhaltsame Pointe bietet.

Nachdem bereits "Aschenputtel" im Jahr 1997 noch einmal gezeigt wurde, legte Ludin 2001 die komplett überarbeitete Version seines Stückes "Schneewittchen"  vor. Durch noch mehr Witz und Tempo hob sie sich von der Urfassung von 1993 ab, was der Inszenierung durch den Komödienspezialisten Jens Schlieper sehr entgegen kam. Während auch "Rapunzel" (1994/2004) und "König Drosselbart" (1995/2008) inzwischen jeweils eine Neuauflage feiern konnten, gingen und gehen "Schneewittchen" (1993/2001/2010) und "Aschenputtel" (1992/1997/2011) inzwischen in die dritte Runde.

Stets auf der Suche nach neuen Herausforderungen, trat Ludin Ende der 90er Jahre zum ersten mal auch als Produzent in Erscheinung. Unterstützt von der Tanzschule Susanne Bothe  und dem Amateurtheater Die kleine Bühne feierte sein Tanztheaterstück "Streetball" 1998 eine umjubelte Uraufführung in der Landesbühne Hannover. Gemeinsam mit den Choreografinnen Susanne Bothe und Kirsten Eilmes setzte er dafür mehr als 100 Mitwirkende in Szene, .

Mit seinem nicht weniger erfolgreichen Stück "Der Bruch" (1999) zeigte der Autor, dass er sich nicht nur auf Kindergeschichten versteht. Sein fesselndes Jugenddrama war nicht nur auf diversen Bühnen Hannovers zu sehen. Auch die nachfolgende Inszenierung des Stückes in Ennepetal (2000) wurde begeistert gefeiert.

Im Jahr 2001 nahm sich Ludin als Regisseur erstmals auch dem Stück eines anderen Autoren und damit auch einer neuen Zielgruppe an. Mit Barry Creytons Kriminalfarce "Valentinstag"  setzte er für Die kleine Bühne erstmals ein Stück nur für Erwachsene in Szene.

In den Folgejahren wurden auch seine Interpretationen der Märchen "Der Froschkönig" (2002), "Frau Holle" (2003) und "Rumpelstilzchen" (2005) uraufgeführt.

Ludin selbst beendete Ende Juni 2004 seine eigenproduzierte Tournee mit dem von den Zuschauern begeistert angenommenen Stück "Misery" nach Stephen King, in dem er an der Seite von Kirsten Bergen und unter der Regie von Jens Schlieper selbst mitwirkte.

Von 2004 bis 2006 war die Ludin Theaterproduktion mit dem Globalisierungskrimi "Der Ball ist rund" von Thomas Ahrens in Niedersachsen und Bremen unterwegs.

Im Januar 2005 feierte Andreas Ludin unter der Regie von Kirsten Bergen und Jens Schlieper eine erfolgreiche Uraufführung mit der Solo-Komödie "Allein in der Sauna" von Frank Pinkus. Die anschließende Tournee führte durch Niedersachsen und Schleswig Holstein.

2006 inszenierte Ludin das Alkoholiker-Drama "Morgen hör ich auf" mit Volker Meyer in der Hauptrolle.
Seit Frühjahr 2008 steht er selbst in dem Solo-Stück auf der Bühne. Die neue Koproduktion mit den Hannoverschen Kammerspielen wurde dieses Mal von Harald Schandry in Szene gesetzt und stieß bei Publikum und Presse auf bestürzte Begeisterung. Es soll nun vor allem im Rahmen der allgemeinen und betrieblichen Suchtprävention für interessierte Unternehmen und Interessengruppen gezeigt werden.

Zum 20jährigen Jubiläum führte der Autor und Regisseur Die kleine Bühne in den zauberhaften Orient und widmete sich erstmals den Geschichten der Prinzessin Sheherazade aus 1001 NACHT. Sein Stück "ALADIN" setzte er gemeinsam mit Regieassistentin Filiz Wulf zum Abschluss des Jubiläumsjahres 2006 auch wieder selbst in Szene.

Im Juni und September 2007 knüpfte er an den Erfolg von 1998 an, als in einer erneuten Kooperation die Ludin Theaterproduktion mit der Tanzschule Susanne Bothe ihr neustes Tanztheaterprojekt zeigten. Zweimal begeisterte das Stück "Abgefahr'n" das Publikum im jeweils nahezu ausverkauften Theater am Aegi in Hannover.

Parallel dazu inszenierte Ludin zum ersten Mal für das Theater Die kleine Bühne ein Schauspiel. "Bernarda Albas Haus" von Federico Garcia de Lorca feierte im April 2007 Premiere und wurde auch im Rahmen der Amateurtheatertage 2007 auf Baltrum begeistert aufgenommen.

Sein Stück "Die Schöne und das Biest", das er in Zusammenarbeit mit Bühnenbildner Andreas Scholz als Auftragsarbeit mit dem Amateurtheater THE BATZ inszenierte, feierte 2008 in Bad Nenndorf überragende Publikumserfolge.

Parallel dazu entstand 2008 in Kooperation mit den Hannoverschen Kammerspielen die Neuinszenierung des Alkoholiker-Dramas "Morgen hör ich auf". Unter der Regie von Harald Schandry stand Andreas Ludin diesmal selbst in dem Solostück auf der Bühne.

2009 kehrte er für das Schauspiel "Mörderisches Geheimnis" und die Komödie "Nichts als Sand" erneut als Regisseur an Die kleine Bühne zurück und verfasste "Das zauberhafte Märchenbuch". In diesem Stück griff er auf seine bisherigen Erfahrungen zurück und entwickelte aus einer Vielzahl an Märchen, Sagen und Erzählungen einen wilden und respektlosen Märchenmix - ein wahres Schelmenstück.

Nach mehreren kleineren Filmengagements kehrte Ludin 2009 für seine erste größere Filmrolle zu seinen darstellerischen Wurzeln zurück: in dem Dokudrama "Die Puppenjungs" von Nils Loof war er erneut als Hannovers Massenmörder Fritz Haarmann zu sehen.

Derweil ist er u.a. als freier Theaterpädagoge, Regisseur und Schauspieler tätig.

In Zusammenarbeit mit Jens Schlieper verfasste er 2011 zum 25. Jubiläum für Die kleine Bühne das Detectivical "Das Erbe des Don", in dem er auch selbst auf der Bühne zu sehen war.

Zu seinem 20. Autorenjubiläum konnte er sich selbst einen lang gehegten Wunsch erfüllen: er schrieb eine eigene Theaterfassung zu einem der wohl bekanntesten Balletts der Welt. Seine Bühnenversion von Peter I. Tschaikowskys "Schwanensee" wird er für Die kleine Bühne zum Ausklang der Saison 2012 gemeinsam mit seiner Frau Kirsten Ludin selbst in Szene setzen.

Während Die kleine Bühne 2013 zum zweiten Mal sein "Dornröschen" in Szene setzt arbeitet der Autor selbst wieder an neuen Geschichten für die Bühne. Man darf gespannt sein.

Bühnenrechte

Bühnenrechte: Ludin Theaterproduktion


Mitwirkende

vor der Bühne

Regie:

Co-Regie:

auf der Bühne

Königin Scheherazade (als Erzählerin):

Sultan Scherban (als Zauberer Ufuk):

Großwesir Ali Ben Hadschi (als Kalif Harun-al-Rashid):

Dinarzade, Schwester der Königin (als Aladins Mutter):

Prinzessin Tuhfa (als Prinzessin Jasmin):

Prinzessin Talia / Prinz Talha (als der junge Aladin):

Prinzessin Suleika / Prinz Suleiman (als 1. Erdgeist / Bedienstete/r):

Prinzessin Alina (als 2. Erdgeist / Bedienstete / Turaja, der Lampengeist):

Prinzessin Dalia (als 3. Erdgeist / Bedienstete):

Prinzessin Enis (als Malit, der Ringgeist / Yussuf):

Bedur, Witwe des Schneiders:


Reaktionen des Publikums

Wir fanden das Stück schön
und besonders witzig fanden wir HATSCHI!


Aladin und die Wunderlampe
Es gefällt uns wieder sehr in der KLEINEN BÜHNE.
Die Kinder spielen toll und die Erwachsenen natürlich auch.
Super Bühnenbild, man kann förmlich den Duft aus dem Orient schnuppern  und "Allah" fühlen. Klasse!


Prima - die rauchfreie Zone in der Halbzeit!


Es war sehr toll,
der Weg aus Winsen/Aller hat sich gelohnt.


Hat uns sehr gefallen.
Am witzigsten fand ich Hatschi.


Beeindruckend!


Wie die 4 Jahre zuvor finden wir es super!
Ich finde es toll, dass man den Leuten danach
die Hand schütteln kann!
Es ist schön, dass dieses Theater so einfallsreich ist.


Es war - wie immer! - eine sehr schöne & gelungene Vorstellung!
Es hat uns beiden sehr viel Spaß gemacht.


Großes Theater für kleine + große Leute, vielen Dank


(...) tolle Schauspieler und Schauspielerinnen,
tolle Kostüme + Bühnenbild. (...)


Presse

Presse Text

Aladin wird neu verpackt


Der Mann weiß, was er will: Er will die Prinzessin Tuhfa. Dass auch sie nicht abgeneigt ist, Omar, dem Sohn des ehemaligen Hofschneiders, ihre Hand zu reichen, das weiß allerdings außer den beiden niemand. Und so entspinnt sich im Palast des Sultans Scherban ein doppelbödiges Spiel, bei dem gleich mehrere Menschen an der Nase herumgeführt werden sollen. [...] Zum ersten Mal seit ihrem 20-jährigen Bestehen begibt sich "Die Kleine Bühne" der Lukaskirche auf orientalisches Terrain. [...]

Der Charme dieser Aufführung liegt nicht nur in der schönen Erzählung aus 1001 Nacht. Mehr denn je hat Andreas Ludin eine Geschichte in einer Geschichte versteckt, so dass die Verpackung - die Liebesgeschichte zwischen Tuhfa und Omar - gleichwertig neben dem klassischen Abenteuer von Aladin steht, der mit der Zauberkraft der geheimnisvollen Lampe und einem finsteren Zauberer hadert.

Zudem ist der Gemeindesaal der Lukaskirche [...] nun wirklich nicht mehr wiederzuerkennen. [...]

[...] ist es Bühnenbauer Andreas Scholz zu verdanken, dass sich der schlichte Saal für diese Inszenierung wahrlich in einen prachtvollen Sultanspalast verwandelt hat. So groß und so schön ist er, dass neben dem Sultan, Scheherzade und dem Hofstaat mit dem Publikum auch das ganze Volk darin Platz hat und mitstaunen darf, wie sich die verwickelten Dinge im Palast wohl entwickeln.

Salem Aleikum, es lebe die Märchenwelt.

(Artikel des HAZ - Stadtteilanzeiger vom 30.11.2006)