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Der Froschkönig - Kinderstück von Andreas Ludin

zuletzt gespielt: 21.12.2002

Über das Stück

Es ist viel los im königlichen Schlossgarten:

Permanent muss sich der kecke Frosch Siegismund vor dem versnobten Storch Hieronymus in Acht nehmen. Und nur eine Notlüge bewahrt ihn davor, als Storchenfutter zu enden.

Während dessen vertreiben sich König Engelbert und seine Tochter Prinzessin Sophia gemeinsam mit der warmherzigen Gräfin Heralinde, der intriganten Baroness von Hellenborn und ihrer naiven Begleiterin Baroness von Büttelthal die Zeit beim Spiel.
   

Niemand von ihnen bemerkt jedoch, dass Sophia dabei die Bekanntschaft des Herumtreibers Bernardo macht, an dem sie offensichtlich Gefallen findet. Ungeachtet des Standesunterschiedes trifft sie sich noch weitere Male heimlich mit ihm.

Doch als sie an ihrem 18. Geburtstag einem Frosch begegnet, der droht, dem König von Bernardo zu berichten, scheint das Glück in Gefahr.

Für sein Schweigen fordert der Frosch nicht nur, während der Feier neben Sophia sitzen und in ihrem Bett schlafen zu dürfen. Dazu will er von ihr auch noch einen Kuss.

Sophia verspricht all dies. In der Hoffnung, der Frosch könne sie nicht einholen, läuft sie aber fort. Der aber gibt nicht so leicht auf und folgt ihr.
Siegismund und Hieronymus sind überzeugt, dass der garstige Erpresser der geheimnisvolle Froschkönig sein muss, den bisher keiner von ihnen wirklich gesehen hat. Sie sind sich einig, dass man ihm dringend Einhalt gebieten muss. Und so machen sich auch Storch und Frosch auf den Weg ins Schloss, in dem das Personal bereits alles für das Fest am Abend herrichtet ...

 
Die Geschichte von der Prinzessin, die ihre Versprechen nicht einhalten will, wird in diesem aktuellen Stück mit viel Witz und Tempo ganz neu erzählt.

Und so ist Der Froschkönig nicht nur ein Spaß für die kleinen Zuschauer.
Auch Erwachsene haben einiges zu lachen.

Autor: Andreas Ludin

Andreas Ludin wurde 1964 in Hannover geboren. Erst nach seiner Ausbildung zum Krankenpfleger kam er 1987 mit dem Theaterspiel in Berührung, als er in Rolf Hackmanns Theaterprojekt "Haarmann's Finale" (1988) die Titelrolle des hannoverschen Massenmörders übernahm.

Im selben Jahr betrat er als Darsteller in dem Märchenstück "Hänsel und Gretel"  erstmals auch Die kleine Bühne, das damals noch junge Amateurtheater in Hannover. Dies markierte den Auftakt zu einem Weg, auf dem er inzwischen zum freien Theaterpädagogen und Autor gewachsen ist, der eigenständig oder in Kooperation mit anderen Kulturschaffenden Theaterprojekte und Inszenierungen realisiert.

Nachdem er in vielen der nachfolgenden Produktionen des Ensembles Die kleine Bühne ebenfalls mitgewirkt hatte, brachte Ludin 1992 mit "Aschenputtel" sein erstes Theaterstück zu Papier. Seither wurden viele der bedeutendsten Grimm'schen und ein orientalisches Märchen als abendfüllende Stücke von Andreas Ludin bearbeitet und inszeniert.

Besonderes Augenmerk legt er als Autor und Regisseur dieser Märchenadaptionen vor allem auf eine kind- und zeitgerechte Erzählweise, die nicht nur die jungen Zuschauer in die Geschichte mit einbezieht, sondern auch Erwachsenen manch unterhaltsame Pointe bietet.

Nachdem bereits "Aschenputtel" im Jahr 1997 noch einmal gezeigt wurde, legte Ludin 2001 die komplett überarbeitete Version seines Stückes "Schneewittchen"  vor. Durch noch mehr Witz und Tempo hob sie sich von der Urfassung von 1993 ab, was der Inszenierung durch den Komödienspezialisten Jens Schlieper sehr entgegen kam. Während auch "Rapunzel" (1994/2004) und "König Drosselbart" (1995/2008) inzwischen jeweils eine Neuauflage feiern konnten, gingen und gehen "Schneewittchen" (1993/2001/2010) und "Aschenputtel" (1992/1997/2011) inzwischen in die dritte Runde.

Stets auf der Suche nach neuen Herausforderungen, trat Ludin Ende der 90er Jahre zum ersten mal auch als Produzent in Erscheinung. Unterstützt von der Tanzschule Susanne Bothe  und dem Amateurtheater Die kleine Bühne feierte sein Tanztheaterstück "Streetball" 1998 eine umjubelte Uraufführung in der Landesbühne Hannover. Gemeinsam mit den Choreografinnen Susanne Bothe und Kirsten Eilmes setzte er dafür mehr als 100 Mitwirkende in Szene, .

Mit seinem nicht weniger erfolgreichen Stück "Der Bruch" (1999) zeigte der Autor, dass er sich nicht nur auf Kindergeschichten versteht. Sein fesselndes Jugenddrama war nicht nur auf diversen Bühnen Hannovers zu sehen. Auch die nachfolgende Inszenierung des Stückes in Ennepetal (2000) wurde begeistert gefeiert.

Im Jahr 2001 nahm sich Ludin als Regisseur erstmals auch dem Stück eines anderen Autoren und damit auch einer neuen Zielgruppe an. Mit Barry Creytons Kriminalfarce "Valentinstag"  setzte er für Die kleine Bühne erstmals ein Stück nur für Erwachsene in Szene.

In den Folgejahren wurden auch seine Interpretationen der Märchen "Der Froschkönig" (2002), "Frau Holle" (2003) und "Rumpelstilzchen" (2005) uraufgeführt.

Ludin selbst beendete Ende Juni 2004 seine eigenproduzierte Tournee mit dem von den Zuschauern begeistert angenommenen Stück "Misery" nach Stephen King, in dem er an der Seite von Kirsten Bergen und unter der Regie von Jens Schlieper selbst mitwirkte.

Von 2004 bis 2006 war die Ludin Theaterproduktion mit dem Globalisierungskrimi "Der Ball ist rund" von Thomas Ahrens in Niedersachsen und Bremen unterwegs.

Im Januar 2005 feierte Andreas Ludin unter der Regie von Kirsten Bergen und Jens Schlieper eine erfolgreiche Uraufführung mit der Solo-Komödie "Allein in der Sauna" von Frank Pinkus. Die anschließende Tournee führte durch Niedersachsen und Schleswig Holstein.

2006 inszenierte Ludin das Alkoholiker-Drama "Morgen hör ich auf" mit Volker Meyer in der Hauptrolle.
Seit Frühjahr 2008 steht er selbst in dem Solo-Stück auf der Bühne. Die neue Koproduktion mit den Hannoverschen Kammerspielen wurde dieses Mal von Harald Schandry in Szene gesetzt und stieß bei Publikum und Presse auf bestürzte Begeisterung. Es soll nun vor allem im Rahmen der allgemeinen und betrieblichen Suchtprävention für interessierte Unternehmen und Interessengruppen gezeigt werden.

Zum 20jährigen Jubiläum führte der Autor und Regisseur Die kleine Bühne in den zauberhaften Orient und widmete sich erstmals den Geschichten der Prinzessin Sheherazade aus 1001 NACHT. Sein Stück "ALADIN" setzte er gemeinsam mit Regieassistentin Filiz Wulf zum Abschluss des Jubiläumsjahres 2006 auch wieder selbst in Szene.

Im Juni und September 2007 knüpfte er an den Erfolg von 1998 an, als in einer erneuten Kooperation die Ludin Theaterproduktion mit der Tanzschule Susanne Bothe ihr neustes Tanztheaterprojekt zeigten. Zweimal begeisterte das Stück "Abgefahr'n" das Publikum im jeweils nahezu ausverkauften Theater am Aegi in Hannover.

Parallel dazu inszenierte Ludin zum ersten Mal für das Theater Die kleine Bühne ein Schauspiel. "Bernarda Albas Haus" von Federico Garcia de Lorca feierte im April 2007 Premiere und wurde auch im Rahmen der Amateurtheatertage 2007 auf Baltrum begeistert aufgenommen.

Sein Stück "Die Schöne und das Biest", das er in Zusammenarbeit mit Bühnenbildner Andreas Scholz als Auftragsarbeit mit dem Amateurtheater THE BATZ inszenierte, feierte 2008 in Bad Nenndorf überragende Publikumserfolge.

Parallel dazu entstand 2008 in Kooperation mit den Hannoverschen Kammerspielen die Neuinszenierung des Alkoholiker-Dramas "Morgen hör ich auf". Unter der Regie von Harald Schandry stand Andreas Ludin diesmal selbst in dem Solostück auf der Bühne.

2009 kehrte er für das Schauspiel "Mörderisches Geheimnis" und die Komödie "Nichts als Sand" erneut als Regisseur an Die kleine Bühne zurück und verfasste "Das zauberhafte Märchenbuch". In diesem Stück griff er auf seine bisherigen Erfahrungen zurück und entwickelte aus einer Vielzahl an Märchen, Sagen und Erzählungen einen wilden und respektlosen Märchenmix - ein wahres Schelmenstück.

Nach mehreren kleineren Filmengagements kehrte Ludin 2009 für seine erste größere Filmrolle zu seinen darstellerischen Wurzeln zurück: in dem Dokudrama "Die Puppenjungs" von Nils Loof war er erneut als Hannovers Massenmörder Fritz Haarmann zu sehen.

Derweil ist er u.a. als freier Theaterpädagoge, Regisseur und Schauspieler tätig.

In Zusammenarbeit mit Jens Schlieper verfasste er 2011 zum 25. Jubiläum für Die kleine Bühne das Detectivical "Das Erbe des Don", in dem er auch selbst auf der Bühne zu sehen war.

Zu seinem 20. Autorenjubiläum konnte er sich selbst einen lang gehegten Wunsch erfüllen: er schrieb eine eigene Theaterfassung zu einem der wohl bekanntesten Balletts der Welt. Seine Bühnenversion von Peter I. Tschaikowskys "Schwanensee" wird er für Die kleine Bühne zum Ausklang der Saison 2012 gemeinsam mit seiner Frau Kirsten Ludin selbst in Szene setzen.

Während Die kleine Bühne 2013 zum zweiten Mal sein "Dornröschen" in Szene setzt arbeitet der Autor selbst wieder an neuen Geschichten für die Bühne. Man darf gespannt sein.

Bühnenrechte

Bühnenrechte: Ludin Theaterproduktion


Mitwirkende

vor der Bühne

Regie:

Co-Regie:

auf der Bühne

Hieronymus (ein Storch):

Siegismund (ein Frosch):

Baroness von Hellenborn:

Baroness von Büttelthal:

König Engelbert:

Prinzessin Sophia:

Gräfin Heralinde:

Adele / Alfons:

Bernadette / Benjamin:


Reaktionen des Publikums


Es war wie jedes Jahr wieder wunderschön.
Selbst 11-jährige Jungen waren gefesselt.
Vielen Dank für die schönen Stunden.

Eine erstaunliche schauspielerische Leistung, von jedem Einzelnen!!!

[...] Sie haben sich selbst übertroffen [...]

Vor allem die Kids waren Klasse!!!

Besonders die Dialoge zwischen
dem Frosch + dem Storch waren
- auch für Erwachsene - sehr witzig.

Joscha (4 1/2 Jahre) hat es total gefallen!

Klasse Sprechkultur!

Ich vande densigesmund
Frosch toll

Ich vande die Prinzezin gut

- wunderschöne Kostüme
- super gespielt
- machte uns viel Freude
- kamen extra aus Wolfenbüttel
     - Spitze -


Presse

Presse Text

Wildes Täubchen küsst Frosch

"Hab ich mir doch gleich gedacht, dass das Täubchen Zicken macht", denkt sich der Frosch laut. [...] Doch [...] der Flossenmann  verlangt sein Recht, und somit muss die Prinzessin ihr Versprechen einhalten. Aber [...] zunächst einmal dreht sich [...] alles um goldene Kugeln, unzufriedene Baronessen, eine nette Gräfin, einen ziemlich eingebildeten Storch namens Hieronymus und den Frosch Siegismund.

Die beiden Letztgenannten führen die Kinder [...] durch das Grimmsche Märchen. Ganz abgesehen davon [...] sind sie ständig mit einer Art Privatfehde beschäftigt [...] und [...] hat sich Andreas Ludin auch für das Schlossleben noch einige Intrigen ausgedacht [...].

Das Treiben auf der in diesem Jahr mit Kulissen von Andreas Scholz besonders schön gestalteten Bühne ist also recht bunt, tierisch und menschlich zugleich und verzichtet natürlich auch nicht auf ein kleines bisschen Moral. [...] Zumindest darin folgt der nicht gerade mit Fantasielosigkeit geschlagene Regisseur dem Original.

(HAZ - Stadtteilanzeiger vom 28.11.2002)

 

Sprecher bettelt

Vom Moderator zum Bettler: Hit-Radio-Antenne-Mann Jonas Peschke [...] spielt [...] im "Froschkönig" mit - im Kampf ums Herz der schönen Prinzessin Sophia.