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Frau Holle - Kinderstück von Andreas Ludin

zuletzt gespielt: 22.12.2003

Über das Stück

Marie d'Or lebt nach dem Tod ihres Vaters zusammen mit ihrer Stiefmutter Madame Tisserand und deren Tochter Marie Pourrie. Während Mutter und Tochter es sich gut gehen lassen, muss Marie d'Or alle Arbeiten in der Weberei und auf dem Marktplatz allein verrichten.

Unterstützung und Mitgefühl findet sie bei den Kindern auf dem Marktplatz. Und auch die herzensgute Bäckerin Madame Boulangeuse, sowie der brummige Bauer Monsieur Paysan stehen ihr hilfreich zur Seite.

Eines Tages gibt die reiche und kinderlose Witwe Madame de la Fortune bekannt, sie suche eine fleißige Dienstmagd, die ihr den Haushalt führen soll. Für besondere Aufregung sorgt jedoch die Ankündigung, dieses Mädchen werde - wenn es sich bewährt - das Erbe der Witwe antreten.

Verständlich, dass nicht nur das brave Kindermädchen Giselle darauf hofft, die Auserwählte zu sein. Auch Madame Tisserand sieht ihre Tochter bereits als reiche Erbin vor sich.

Ahnend, dass auch Marie d'Or zu den möglichen Kandidatinnen der Witwe zählen könnte, schikaniert sie die Stieftochter noch mehr und zwingt sie, die Nacht auf dem Markt zu verbringen und Wolle zu spinnen.

Derweil hat der Hahn Le Coq ganz andere Probleme. Denn die Henne Coquette wünscht sich nichts sehnlicher, als ein paar Küken, mit denen sie alle Nebenbuhlerinnen ausstechen und ihn für sich allein gewinnen kann.

Auf den Marktplatz fliehend beobachtet er, wie Marie d'Or vor Erschöpfung nahezu einschläft, während sie sich die Finger blutig arbeitet.

Bei dem Versuch, die blutige Spindel zu säubern, fällt sie ihr in den Brunnen. Aus Angst vor dem Zorn der Stiefmutter steigt Marie d'Or kurzentschlossen in den Brunnen, um die Spindel zurück zu holen. Fassungslos, blickt Le Coq ihr hinterher ...... und stürzt aus Versehen hinterher.

So gelangen sie in das Reich der Himmelsfee Frau Holle. Während Marie d'Or hier eine freundliche Herberge findet, macht Le Coq die Bekanntschaft des Teufels Barbarello.

Der hadert damit, dass man ihn wegen guten Betragens aus der Hölle verbannt hat. Um wieder aufgenommen zu werden, bemüht er sich redlich, möglichst viel Unheil anzurichten.

Für wen sich diese Mühe am Ende lohnt, davon erzählt diese romantische Neuerzählung des berühmten Märchens, das bewusst in eine neue Umgebung verlegt und mit einer abwechslungsreichen Rahmenhandlung versehen wurde.

Eines kann auf jeden Fall versprochen werden:
Die Zuschauer - ob groß oder klein - werden wie immer nicht nur am Ende viel zu lachen haben.

Bühnenrechte

Bühnenrechte: Ludin Theaterproduktion


Mitwirkende

vor der Bühne

auf der Bühne

Marie d'Or:

Mme. Tisserand (ihre Stiefmutter):

Marie Pourrie (deren Tochter):

Monsieur Paysan (ein Bauer):

Mme. Boulangeuse (eine Bäckerin):

Giselle (ein Kindermädchen):

Mme. de la Fortune (eine reiche Witwe):

Bernadette / Benjamin:

Le Coq (ein Hahn):

Coquette (eine Henne):

Barbarello (ein Teufel):

und die Stimmen von:

hinter den Kulissen

Organisatorische Leitung:

Kostüme und Ausstattung:

Technische Leitung/Licht:

Soufflage / Inspizienz:

Programmgestaltung:

Cover/Plakatlayout:

Musik:

Titellied:

Akkordeon:


Reaktionen des Publikums

kleine Bühne, großes Vergnügen


Uns hat es - als Erwachsene -
auch viel Vergnügen bereitet!


Wie schon im letzten Jahr,
haben wir auch dieses Jahr
viel Spaß!


Die Henne Cocón war am allerbesten!
(Anm.: Die Henne heißt hier zwar Coquette,
sie findet den Gruß aber trotzdem nett!)


... aber alle anderen auch!
Vielen Dank für die schöne Aufführung


Wie immer was für klein und groß!!
Wir kommen wieder!


Es hat uns sehr viel Spaß gemacht


Es hat uns sehr gut gefallen!


Der Teufel war am besten!!!


Ein tolles Stück - besonders der Hahn


Das Stück war SUPER!
Ein besonderer Dank an den Hahn!


Vielen Dank für den schönen Abend!


Presse

Presse Text

Frau Holle zieht um


Kaum fällt der erste Sonnenstrahl auf den morgendlichen Marktplatz, geht das Geschrei auch schon los. Le Coq, Schreihals und erster Wichtigtuer im Dorf, kräht so lange, bis auch der letzte Langschläfer aus den Federn findet. Apropos Federn. Das mit dem fedrigen Schnee, der aus den Betten von Frau Holle fällt, kommt später auch noch. [...] Allerdings muss sich das Publikum erst mit dem Leben in einem kleinen französischen Dorf bekannt machen, bevor die Himmelsfee ins Bild tritt.

Andreas Ludin hat das [...] Märchen nach Motiven der Brüder Grimm verändert und vor allem verlängert [..] und [...] integriert in eine kleine Dorfgeschichte [...] den Hahn Le Coq, der auch zwischen den übrigen Märchenfiguren und dem Publikum vermittelt. Ansonsten gibt es die gute Marie d'Or [...] die böse Marie Pourrie  [...], deren Mutter und Marie d'Ors böse Stiefmutter Madame Tisserand [...] natürlich Frau Holle [...], die der reichen Madame de la Fortune verdächtig ähnelt, und etliche andere bunte Figuren, die das Treiben rund um den Marktplatz gestalten.

[...] dass auch die beiden Maries irgendwann [bei Frau Holle] ankommen, hat der begabte Märchenerzähler tatsächlich so gelassen, wie es die Brüder Grimm überliefert haben.

Das Bühnenbild ist malerisch. Vor der Kulisse aus muckelig-bunten Häuschen ist der Markt aufgebaut, auf dem Marie d'Or mit ihrem Spinnrad steht. Eines Tages, als die garstige Stiefmutter gerade mal wieder schrecklich mit dem fleißigen Mädchen geschimpft hat, kommt ein Gerücht auf ...

(HAZ - Stadtteilanzeiger vom 20.11.2002)