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Ge;st - Schauspiel von Margaret Edson

zuletzt gespielt: 12.05.2004

Über das Stück

Prof. Dr. Vivian Bearing ist Literaturwissenschaftlerin. Die Professorin lehrt und erforscht die Lyrik des 17. Jahrhunderts. Einen wesentlichen Schwerpunkt bilden dabei John Donnes "Geistliche Sonette" von 1609. 
Das Leben scheint sich grundlegend für sie zu ändern, als ihr der Mediziner und Forscher Dr. Kelekian Krebs im Endstadium diagnostiziert.

In ihren letzten zwei Stunden durchlebt Vivian ihr Leben ein zweites mal und erlaubt sich so bemerkenswerte Eindrücke, Erlebnisse und Erkenntnisse, die auf eklatante Weise die Frage nach den ethischen Grenzen des menschlichen Daseins im Verhältnis zur Medizinforschung aufwerfen ...


Das 1995 in Amerika uraufgeführte Drama „Ge;st“ [„W;t“] von Margaret Edson ist seit seiner endgültigen Veröffentlichung 1997 mit zahlreichen Literaturpreisen, insbesondere dem Pulitzerpreis 1999, prämiert worden. Sensibel und dennoch direkt beschreibt M. Edson die Rolle der fiktiven Krebs-Patientin Dr. Vivian Bearing. In Deutschland war das Stück bisher nur und insbesondere in Köln, Heidelberg, Würzburg zu sehen.

Autor: Margaret Edson

Margaret Edson wurde 1961 in Washington D.C. geboren. Nach einem Geschichts- und Literaturstudium verließ sie die amerikanische Hauptstadt. Heute lebt sie nahe der Universität Atlanta, Georgia. Dort ist sie als Lehrerin in einem Vorschul-Kindergarten tätig.
Im Jahr 1985, gleich nach dem College, arbeitete Margaret Edson eine Zeit lang „aus Interesse und Neugier“ als Hilfsschwester in der Krebs- und Aidsstation einer Forschungsklinik.

Da sie nicht zum eigentlichen Pflegepersonal gehörte, hatte sie die Möglichkeit, den Umgang des medizinischen Personals mit den Patienten genau zu beobachten. Die von ihr mit Entsetzen und gleichermaßen mit Faszination als rücksichtslos erlebte Forschungsarbeit am Patienten hat sie dazu veranlasst, diese Eindrücke 1991 innerhalb eines Jahres in ihrem Stück „Ge;st“ niederzuschreiben.

Teils nüchtern, teils ironisch-sarkastisch und dennoch vom Beginn bis zum Ende des Stückes mit großer Sensibilität lässt die Autorin darin ihre Protagonistin die wichtigsten Stationen ihres Lebens nachvollziehen und kommentieren. Den gewichtigen Schwerpunkt und Höhepunkt der Vereinsamung der Heldin bildet die sehr eindrucksvolle Wandlung im Laufe der Krebsbehandlung vom Zeitpunkt der Diagnosestellung an.

Mit dieser eindringlichen Darstellung will Margaret Edson dem Zuschauer verdeutlichen, dass er lernen muss zu misstrauen. Gleichzeitig spiegelt sie den Forschenden ihre funktionalisierten Handlungsschemata vor bzw. wider und gewährt ihnen so die Chance zur Reflektion und auf eine Verhaltenskorrektur.

Für „Ge;st“ wurde die Autorin inzwischen mehrfach ausgezeichnet, zuletzt 1999 mit dem Pulitzerpreis. Ihr Stück ist in New York nach wie vor und bis zuletzt ein anhaltender Erfolg und ist weltweit in zahlreiche Sprachen übersetzt worden.

Bühnenrechte

Bühnenrechte:
WIT was produced Off-Broadway by MCC Theater, Long Wharf Theatre, Daryl Roth with Stanley Shopkorn, Robert G. Bartner, Stanley Kauflet, January 7, 1999; The MCC Theater/ Long Wharf Theatre production premiered in New York at MCC Theater; Robert LuPone and Bernard Telsey, Executive Directors, William Cantler, Associate Director, September 17, 1998; East Coast Premiere Log Wharf Theatre, Doug Hughes, Artistic Director; Michael Ross, Managing Director, October 31, 1997; Originally produced by South Coust Repertory

AND:

THE RUNAWAY BUNNY by Margaret Wise Brown c 1942 by Harper& Row Inc., renewed 1970 by Roberta Brown Rauch and used by permission of HarperCollins Inc.; THE DIVINE POEMS by John Donne, edited by Helen Gardner. By permission of Oxford University Press

Maik Hamburger als Übersetzer von „The Divine Poem – Die Heilige Sonette“


Mitwirkende

vor der Bühne

auf der Bühne

Prof. Dr. Vivian Bearing:

Schwester Susanne Monahan:

Dr. Jason Posner:

Prof. Dr. Harvey Kelekian:

Prof. Dr. Evelyn M. Ashford:

Vater Bearing:

Labortechnikerin, Studentin, Assistenzärztin, Leiterin Notfallteam:

Labortechniker, Student, Assistenzarzt, Notfallteam:

Labortechniker, Student, Assistenzarzt, Notfallteam:

hinter den Kulissen

Dramaturgie:

Technische Leitung:

Soufflage / Inspizienz:

Maske:

Requisite/Ausstattung:

Organisation und Logistik:

Programmgestaltung:


Reaktionen des Publikums

Im Moment stehe ich etwas gedankenverloren vor diesem
noch "unbefleckten" weißen Blatt und weiß nicht so richtig, 
wie ich meine Eindrücke und Emotionen zu Papier bringen
soll.
Noch nie habe ich mir so öffentlich die Blöße gegeben, 
meine Emotionen, in Form von Tränen, zum Ausdruck zu
bringen, jedenfalls nicht im Theater.
Das Stück war brilliant gespielt und in Szene gesetzt.
Eine außergewöhnliche Leistung von der ich mehr als
beeindruckt bin. Danke!
Eine recht beeindruckende und mutige Vorstellung!
Lob und Anerkennung!



Einfach ausgezeichnet und sehr professionell.
Ich bin beeindruckt!


Das beeindruckendste Theaterstück,
das ich seit langem gesehen habe.


Trotz einiger Ängste bin ich hier -

ich bin neugierig und erwartungsvoll!
Vielleicht ist das Stück ja auch sehr hilfreich für mich!


Wirklich Ge;st-reich - DANKE!
Von der Entdeckung des Drehbuchs,
über die excellente Inszenierung,
die Beleuchtung (!), die Gestaltung der Bühne
und dann erst dieses Ensemble - 
hervorragend von Anfang bis Schluß! Danke!
Vor allem aber DANK für die Message!


Sehr gut die Problematik zwischen
den Disziplinen im Krankenhaus dargestellt, 
es müßte eine Pflichtveranstaltung für junge
Ärzte werden.

 

Sehr berührend und großartig umgesetzt.
Vielen Dank für den Mut diesen Themenkomplex
darzustellen. Viel mehr Zuschauer gerade auch
für dieses Stück wünsche ich dem ganzen Theaterteam.


Tolle Inszenierung, großartige Darstellung,
sensationelle Hauptdarstellerin,
beeindruckender Abend, mehr davon
wir freuen uns darauf und kommen gerne wieder.


Das war das bewegendste und ehrlichste Stück,
das ich je gesehen habe.
Eine großartige Leistung der Schauspielerinnen
und Schauspieler. Vielen Dank!
Ich weiß nicht, was ich am bewegendsten fand:
den forschungsbesessenen Jason
die ihrer Illusionen beraubte Miss Bearing
oder das perfekte Zusammenspiel von allen.
Vielen Dank.  

 

 

Grausam, aber wahr!
Ihr habt phantastisch und sehr 
bewegend gespielt.
Danke

 

Als Mitglieder der Horizont-Hospiz-Initiative Seesen
waren wir tief beeindruckt von der authentischen
Darstellung der Aufführung.
Wir hoffen auf einen Besuch in Seesen.
Herzlichen Dank!