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Jerry ist tot - Schwarze Komödie von Stefan Schröder

zuletzt gespielt: 04.09.2007

Über das Stück

Wer wünscht sich nicht manchmal, einfach noch einmal von vorne anzufangen, frei von Sorgen ... und vor allem frei von Schulden!

So geht es auch Jeremy Kelton, der aus diesem Grund beschließt, freiwillig aus dem Leben zu scheiden – zumindest so lange, bis seine Frau Camilla seine Lebensvwersicherung abkassiert hat und sie beide sich absetzen können.

Doch Jerrys Versuch, einen Unfall mit seinem Wagen vorzutäuschen, ist an Dilettantismus kaum zu überbieten. Und so bleibt die tatterige Nachbarin Mrs. Peabody nicht die Einzige, die sich für die angeblich trauernde Witwe interessiert.

Statt Ruhe und Beschaulichkeit kehren nun plötzlich die Polizei, eine Versicherungsagentin und der ehemalige Geliebte häufiger als erwartet in das Haus ein. Und die Ursache sind keineswegs nur die Backkünste des Hausmädchens Anna.

Kein Wunder also, dass Camillas Schauspielkünste irgendwann zu scheitern drohen und sie sich immer mehr in ihre Argumentationskette verheddert.

Doch bevor sie selbst die Blumenvase schwingt, um sich der Schnüffler zu entledigen, hat schon der Zufall einige der Neugierigen beseitigt, so dass sich im Hause Kelton bald auch die Bestatter schon fast heimisch fühlen …!

Autor: Stefan Schroeder

Stefan Schroeder wurde 1977 in Hagen geboren. Aus dem Ensemble seines ersten Stückes „Waaahnsinn“, das er 1996 am Fichte-Gymnasium in Hagen inszenierte, begründete sich 1997 die „Würfelbühne - Junges Theater Hagen“, in dem er viele Jahre als Autor, Regisseur, Dramaturg und Darsteller aktiv war und dem er auch heute noch als „graue Eminenz im Hintergrund“ nahe steht.

Hier setzte er unter anderem „Ein unglücklicher Zufall“ von James Saunders, „Der Meteor“ von Friedrich Dürrenmatt und „Der stumme Diener“ von Harold Pinter, aber auch Kinderstücke wie „Superzahni und die Karieshexe“ in Szene.

Darüber hinaus wurden hier seine Stücke „Das Leben ist eine Einbahnstraße“ (1998), „Der Weg aus dem Nichts“ (2000), „K2 – Ein Berg, zwei Männer“ und „Künstler, Klempner, Katastrophen“ (2002) uraufgeführt.

Zeitgleich studierte Schroeder von 1997 bis 2002 in Bochum Theaterwissenschaft, Anglistik und Germanistik.

Mit Abschluss seines Studiums wurde Schroeder 2001 zunächst als Dramaturgieassistent an das Schauspielhaus Dortmund berufen, das ihn seit 2003 auch als Dramaturg beschäftigte. Seit 2005 ist er freiberuflich als Regisseur, Dramaturg und Autor tätig.

Neben Komödien wie „Jerry ist tot“ (1998), „Künstler, Klempner, Katastrophen“ (2002) und „Jerry über Bord“ (2005) veröffentlichte Stefan Schroeder auch mehrere Kinderstücke, wobei er vor allem bekannte Stoffe, wie z.B. von Cinderella“, „Quasimodo“, Büchners „Leonce und Lena“ sowie den „Sommernachtstraum“ von Shakespeare für Kinder und Jugendliche spielbar machte.

Bühnenrechte

Bühnenrechte: Deutscher Theaterverlag


Mitwirkende

vor der Bühne

Co-Regie:

auf der Bühne

Camilla Kelton:

Jeremy Kelton:

Sarah Leeds:

Mrs. Peabody:

Mark Ellis:

Inspector Crombie:

Seargent Hubble:

Mrs. Hardcastle:

Mr. Blunt:

Dennis Blunt:

Einer von zwei Bestattern:

hinter den Kulissen

Technische Leitung:

Bühnenbild:

Soufflage / Inspizienz:

Requisite /Ausstattung:

Fotos:

Programmgestaltung:

Cover/Plakatlayout:


Reaktionen des Publikums

4 Tote und jede Menge Sachen zum Lachen!
Vielen Dank, es war wie immer schön!


Es war wieder wunderbar!


Toll gespielt, trotz Todesfällen viel zum Lachen
und spannend bis zum Ende :-)
Es sind neue Fans für die Theatertruppe
"Die kleine Bühne" dazu gekommen.
Wie immer haben Sie klasse gespielt,
in guter Qualität.


Schade, dass Jerry nun tot ist -
es hätte noch stundenlang so weitergehen können!
Danke für den tollen Abend!


Danke für einen tollen Abend


Ein berühmtes Stückzitat wird sein: "Ding Dong!"
Klasse! Bin köstlich amüsiert.
STAR Besetzung!!! Toll, toll, toll!!!


Die Schauspieler haben
mal wieder alles gezeigt
und hervorragend gespielt.
Mal etwas anderes aber sehr gut!


Voll tolles Stück!
Besonders das Ende ist toll!


Super Theaterstück, super Schauspiel, ein Fest, es anzusehen.
Dank an alle Beteiligten, war super toll


Presse

Presse Text

Viel Lärm um (k)eine Leiche
Es hätte alles so schön sein können: Jeremy Kelton (Thomas Galas) beschließt, einen tödlichen Unfall vorzutäuschen, damit seine Frau Camilla die Lebensversicherung abkassiert. Natürlich kommt alles anders. Mit "Jerry ist tot", ein Stück von Stefan Schroeder, feierte das Ensemble der Kleinen Bühne Hannover im ausverkauften Theatersaal der Lukasgemeinde in Vahrenwald am vergangenen Samstag eine gelungene Premiere.

Immer wieder mussten sich die Zuschauer fragen: "Ist Jerry denn nun tot oder nicht?" Die Geschichte um einen Versicherungsbetrug besticht durch skurrile Einfälle und Charaktere: Da wäre zunächst die ewig schnüffelnde Nachbarin Mrs. Peabody (Angelika Maurer), der verschmähte Geliebte Mark (Jens Schlieper) und die Versicherungsangestellte Mrs. Hardcastle (Kirsten Bergen), die es aus dem Weg zu räumen gilt. Wären da nur nicht Inspector Crombie (Andreas Ludin) und sein naiver Assistent Sergeant Hubble (John Maurer), der sich jedoch eher für Camilla Keltons Hausmädchen Sarah Leeds (Baalgure Gbellu) interessiert als für den aktuellen Mordfall.

Petra Burkschat geht in der Rolle der Camilla Kelton zunehmend auf. Den Wolf im Schafspelz nimmt man ihr sofort ab. Selbst störendes Handygebimmel im Saal arbeitet sie gekonnt ein: "Entschuldigung, wir haben hier ein wichtiges Gespräch!" Und als man glaubt, alles sei geklärt, verstricken sich die Laienschauspieler erneut in unglückliche Umstände. Manchmal scheitert es eben an banalen Dingen - bei den verbrecherischen Eheleuten an einer einfachen Tasse Tee.

(Artikel des HAZ - Stadtteilanzeiger vom 30.08.2007)