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Rapunzel - Kinderstück von Andreas Ludin

zuletzt gespielt: 22.12.2004

Über das Stück

Sybille von Triller, der quirrlige bunte Vogel, und die träge Katze Wilhelmina Mauseschreck sind sehr aufgeregt. Denn ihre Menschen sehen mit großer Freude der Geburt ihres ersten Kindes entgegen.

Als aber der Mann sich nicht davon abhalten lässt, für seine geliebte Frau eine Portion Rapunzeln zu holen, nimmt das Schicksal seinen Lauf. Denn der einzige Ort, an dem dieser Feldsalat wächst, ist der Garten der verbitterten Fee Antonia.

Diese ertappt den Mann und fordert von ihm einen hohen Preis: Zur Strafe für den Einbruch, müssen die Eltern der Fee ihre neu geborene Tochter direkt nach der Geburt der Fee überlassen. 

Fast achtzehn Jahre lang lebt das Kind nun allein in einem Turm im Wald. Die Fee Antonia, die ihr den Namen RAPUNZEL gibt, möchte sie dort, abgeschieden von der Welt, zu einem rechtschaffenen Menschen erziehen. 

Doch das scheint ihr misslungen, als der junge Prinz Johann den Turm entdeckt. Auf dem selben Weg wie die Fee, nämlich am Zopf der schönen Frau, gelangt auch er in den Turm. Dort überredet der unsterblich verliebte Prinz Johann, die seine Gefühle erwiedernde Rapunzel, mit ihm zu flüchten. 

Doch bevor der Plan gelingen kann, wird er von der Fee Antonia durchkreuzt. In ihrer unbändigen Wut verbannt sie Rapunzel in eine öde Wüste. Prinz Johann aber lässt sie bei seinem nächsten Besuch in die Rosenhecke, die den Turm umsäumt, stürzen. Von den Dornen verletzt erblindet er. 

Dennoch ist er entschlossen, Rapunzel wiederzufinden. 

Kann die gütige Fee Flavia die immer noch zornbebende Fee Antonia davon abhalten, das ganze Land mit einem bösen Fluch zu belegen? 

Und gelingt es Prinz Johann und dem ungleichen tierischen Gespann Billy und Willi, die ihnen auferlegten Prüfungen zu bestehen und Rapunzel wiederzufinden? 

Autor: Andreas Ludin

Andreas Ludin wurde 1964 in Hannover geboren. Erst nach seiner Ausbildung zum Krankenpfleger kam er 1987 mit dem Theaterspiel in Berührung, als er in Rolf Hackmanns Theaterprojekt "Haarmann's Finale" (1988) die Titelrolle des hannoverschen Massenmörders übernahm.

Im selben Jahr betrat er als Darsteller in dem Märchenstück "Hänsel und Gretel"  erstmals auch Die kleine Bühne, das damals noch junge Amateurtheater in Hannover. Dies markierte den Auftakt zu einem Weg, auf dem er inzwischen zum freien Theaterpädagogen und Autor gewachsen ist, der eigenständig oder in Kooperation mit anderen Kulturschaffenden Theaterprojekte und Inszenierungen realisiert.

Nachdem er in vielen der nachfolgenden Produktionen des Ensembles Die kleine Bühne ebenfalls mitgewirkt hatte, brachte Ludin 1992 mit "Aschenputtel" sein erstes Theaterstück zu Papier. Seither wurden viele der bedeutendsten Grimm'schen und ein orientalisches Märchen als abendfüllende Stücke von Andreas Ludin bearbeitet und inszeniert.

Bühnenrechte


Mitwirkende

vor der Bühne

Regie:

Co-Regie:

auf der Bühne

hinter den Kulissen

Organisation:

Kostüme und Ausstattung:

Technische Leitung:

Licht:

Soufflage / Inspizienz:

Betreuungsleitung:

Programmgestaltung:

Cover / Plakatlayout:


Presse

Presse Text

Die böse Fee kommt nicht allein
DIE kleine BÜHNE der Lukaskirche in Vahrenwald spielt zu Weihnachten
das Märchen Rapunzel
(HAZ - Stadt-Anzeiger vom 19.11.2004)


Eine böse Fee hat nicht gereicht. Es musste noch eine gute her. Und noch ein Zwerg, ein Troll, ein Flussgeist, ein Hase, eine Katze und ein Vogel. DIE kleine BÜHNE der Lukaskirche hat sich - wie jedes Jahr zu Weihnachten - wieder ihren eigenen Reim auf ein bekanntes Märchen gemacht. Ab Sonnabend, 20. November, steht das Grimmsche Märchen Rapunzel auf dem Spielplan im Gemeindehaus, Rolandstraße. Darin kommen weitaus mehr Figuren vor als in der Originalgeschichte. Die Proben laufen auf vollen Touren. Die Regie führt Selket Jacobi.

Aber wofür all diese Figuren, die doch gar nicht aus der Grimmschen Feder entspringen? Nun, DIE kleine BÜHNE präsentiert alte Märchen gern mit großem Mitarbeiterstab und bringt auf diese Weise mehr bunte Charaktere ein. Dieses Mal moderieren Filiz Wulf als KAtze und Selket Jacobi als Vogel die abenteuerliche Geschichte für die Kleinen im Publikum. Solche Moderatoren gibt es jedes Jahr im Märchen der Kleinen Bühne. Für die Kinder im Publikum ist das herrlich. Zusammen mit den Moderatoren - meist sind es sprechende Tiere - können Sie an der Geschichte mitspinnen, den Helden helfen und die Bösen verjagen.

Die Sache mit dem alten Zopf hat das Spielerteam dem bekannten Märchen natürlich gelassen. Rapunzel (Rona Ludin) wird am Tag ihrer Geburt von der bösen Fee Antonia (Iris Sabiel) entführt und in den Turm gesperrt. Das ist der Preis dafür, dass Rapunzels Vater (Andreas Ludin) seiner schwangeren Frau (Anja Weber) Rapunzelsalat aus dem verhexten Wald der Fee zu stehlen versuchte.

An Rapunzels immer länger wachsendem Zopf hangelt sich nach 18 Jahren zusätzlich zu Antonia auch einmal ein schöner Prinz (Jens Himmelsbach) herauf. Soweit hält sich die Inszenierung an das alte Märchen.

Dann allerdings schweift Andreas Ludin, der diese Rapunzelversion verfasst hat, ab. Neben vielen fantastischen Rollen kommt auch die gute Fee Flavia (Johanna Hecke) ins Spiel und verfolgt eigene Interessen mit Rapunzels Leben. Auf dem Weg zum Happy End mit Prinz dürfte es in den Publikumsreihen sicher wieder viel Gejohle und Daumendrücken geben.


kat