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Schneewittchen - Kinderstück von Andreas Ludin

zuletzt gespielt: 20.12.2001

Über das Stück

Welch eine Schmach für die eitle
Königin Victoria (Iris Sabiel):
Der junge Prinz Raphael (Clem Scherman) kommt nicht etwa ihretwegen zu Besuch, sondern um die Hand ihrer Stieftochter Schneewittchen zu erbitten.
Stets konnte die Monarchin darauf vertrauen, dass sie die Schönste aller Frauen war. Doch nun bestätigt ihr
auch der magische "Spiegel der Weisheit", dass Schneewittchen weit schöner ist.
   
    Selbst die erlesenen Menüvorschläge von Koch Giovanni Garibaldi (Thomas Meyer) können sie nicht mehr besänftigen.
 Außer sich vor Eifersucht ersinnt sie einen hinterhältigen Plan, um sich der Konkurrentin zu entledigen.
Zufällig belauscht die flinke
Biene Polli (Petra Burkschat) die Königin und erfährt so von deren Absichten.

Entrüstet beschließt das flinke Insekt, alles zu tun, um die Prinzessin zu retten.    
    Jäger Ferdinand (Martin Heinrich) soll Schneewittchen (Selket Jacobi) im Wald töten. Doch er bringt es nicht fertig, ihr etwas anzutun.
Statt dessen lässt er sie allein im Wald zurück und bringt der Königin als Beweis für den Tod der Prinzessin das Herz eines Rehs.
Mit Hilfe der Biene Polli gelangt Schneewittchen bald darauf zum Haus der sieben Zwerge.
Die freundlichen Gesellen erkennen die Not des Mädchens und nehmen es bei sich auf.      
    Zur gleichen Zeit stellt Kammerzofe Walburga (Angelika Maurer), die mütterliche Vertraute der Prinzessin, den Jäger zur Rede.
Er erkennt, das Schneewittchen allein im Wald vielen Gefahren ausgesetzt ist und macht sich gemeinsam mit Prinz Raphael auf den Weg, um sie zu retten.
Doch längst hat Königin Victoria von ihrem Zauberspiegel erfahren, dass der Jäger sie getäuscht hat und Schneewittchen noch lebt.
Verkleidet als Krämerin, macht sie sich nun selbst auf den Weg, um ihre Stieftochter mit einem Schnürriemen zu erwürgen.    
    Gerade noch rechtzeitig kann Polli die Zwerge zu Hilfe holen, die ihren Gast von dem todbringenden Schnürriemen befreien.
Als Victoria dem einfältigen Koch Giovanni den Auftrag erteilt, ihr Äpfel zu besorgen, ahnt dieser nicht, welche Teufelei sie plant.
     
    Erneut hat ihr der "Spiegel der Weisheit" von der Rettung der Prinzessin berichtet. Verkleidet als Bäuerin  macht sie sich ein letztes Mal auf den Weg zum Haus der sieben Zwerge.  
Erneut erkennt Schneewittchen ihre Stiefmutter nicht und kostet arglos von dem Apfel, den ihr die vermeintliche Bäuerin gegeben hat - nicht ahnend, dass er vergiftet ist.    
    Diesmal scheint der Plan der Königin aufzugehen. Denn als die Zwerge Schneewittchen finden, scheint jede Hilfe zu spät zu kommen.
Doch ein Zufall (und die Biene Polli) sorgen dafür, dass Schneewittchen von dem todbringenden Apfel befreit und sie so gerettet wird.
Nicht nur Prinz Raphael ist überglücklich.    
    Denn während die böse Königin bis ans Ende aller Zeit in den Kerker verbannt wird, kann er seiner Angebeteten endlich seine Liebe gestehen.

Und wenn sie nicht gestorben sind ...

Autor: Andreas Ludin

Andreas Ludin wurde 1964 in Hannover geboren. Erst nach seiner Ausbildung zum Krankenpfleger kam er 1987 mit dem Theaterspiel in Berührung, als er in Rolf Hackmanns Theaterprojekt "Haarmann's Finale" (1988) die Titelrolle des hannoverschen Massenmörders übernahm.

Im selben Jahr betrat er als Darsteller in dem Märchenstück "Hänsel und Gretel"  erstmals auch Die kleine Bühne, das damals noch junge Amateurtheater in Hannover. Dies markierte den Auftakt zu einem Weg, auf dem er inzwischen zum freien Theaterpädagogen und Autor gewachsen ist, der eigenständig oder in Kooperation mit anderen Kulturschaffenden Theaterprojekte und Inszenierungen realisiert.

Nachdem er in vielen der nachfolgenden Produktionen des Ensembles Die kleine Bühne ebenfalls mitgewirkt hatte, brachte Ludin 1992 mit "Aschenputtel" sein erstes Theaterstück zu Papier. Seither wurden viele der bedeutendsten Grimm'schen und ein orientalisches Märchen als abendfüllende Stücke von Andreas Ludin bearbeitet und inszeniert.

Besonderes Augenmerk legt er als Autor und Regisseur dieser Märchenadaptionen vor allem auf eine kind- und zeitgerechte Erzählweise, die nicht nur die jungen Zuschauer in die Geschichte mit einbezieht, sondern auch Erwachsenen manch unterhaltsame Pointe bietet.

Nachdem bereits "Aschenputtel" im Jahr 1997 noch einmal gezeigt wurde, legte Ludin 2001 die komplett überarbeitete Version seines Stückes "Schneewittchen"  vor. Durch noch mehr Witz und Tempo hob sie sich von der Urfassung von 1993 ab, was der Inszenierung durch den Komödienspezialisten Jens Schlieper sehr entgegen kam. Während auch "Rapunzel" (1994/2004) und "König Drosselbart" (1995/2008) inzwischen jeweils eine Neuauflage feiern konnten, gingen und gehen "Schneewittchen" (1993/2001/2010) und "Aschenputtel" (1992/1997/2011) inzwischen in die dritte Runde.

Stets auf der Suche nach neuen Herausforderungen, trat Ludin Ende der 90er Jahre zum ersten mal auch als Produzent in Erscheinung. Unterstützt von der Tanzschule Susanne Bothe  und dem Amateurtheater Die kleine Bühne feierte sein Tanztheaterstück "Streetball" 1998 eine umjubelte Uraufführung in der Landesbühne Hannover. Gemeinsam mit den Choreografinnen Susanne Bothe und Kirsten Eilmes setzte er dafür mehr als 100 Mitwirkende in Szene, .

Mit seinem nicht weniger erfolgreichen Stück "Der Bruch" (1999) zeigte der Autor, dass er sich nicht nur auf Kindergeschichten versteht. Sein fesselndes Jugenddrama war nicht nur auf diversen Bühnen Hannovers zu sehen. Auch die nachfolgende Inszenierung des Stückes in Ennepetal (2000) wurde begeistert gefeiert.

Im Jahr 2001 nahm sich Ludin als Regisseur erstmals auch dem Stück eines anderen Autoren und damit auch einer neuen Zielgruppe an. Mit Barry Creytons Kriminalfarce "Valentinstag"  setzte er für Die kleine Bühne erstmals ein Stück nur für Erwachsene in Szene.

In den Folgejahren wurden auch seine Interpretationen der Märchen "Der Froschkönig" (2002), "Frau Holle" (2003) und "Rumpelstilzchen" (2005) uraufgeführt.

Ludin selbst beendete Ende Juni 2004 seine eigenproduzierte Tournee mit dem von den Zuschauern begeistert angenommenen Stück "Misery" nach Stephen King, in dem er an der Seite von Kirsten Bergen und unter der Regie von Jens Schlieper selbst mitwirkte.

Von 2004 bis 2006 war die Ludin Theaterproduktion mit dem Globalisierungskrimi "Der Ball ist rund" von Thomas Ahrens in Niedersachsen und Bremen unterwegs.

Im Januar 2005 feierte Andreas Ludin unter der Regie von Kirsten Bergen und Jens Schlieper eine erfolgreiche Uraufführung mit der Solo-Komödie "Allein in der Sauna" von Frank Pinkus. Die anschließende Tournee führte durch Niedersachsen und Schleswig Holstein.

2006 inszenierte Ludin das Alkoholiker-Drama "Morgen hör ich auf" mit Volker Meyer in der Hauptrolle.
Seit Frühjahr 2008 steht er selbst in dem Solo-Stück auf der Bühne. Die neue Koproduktion mit den Hannoverschen Kammerspielen wurde dieses Mal von Harald Schandry in Szene gesetzt und stieß bei Publikum und Presse auf bestürzte Begeisterung. Es soll nun vor allem im Rahmen der allgemeinen und betrieblichen Suchtprävention für interessierte Unternehmen und Interessengruppen gezeigt werden.

Zum 20jährigen Jubiläum führte der Autor und Regisseur Die kleine Bühne in den zauberhaften Orient und widmete sich erstmals den Geschichten der Prinzessin Sheherazade aus 1001 NACHT. Sein Stück "ALADIN" setzte er gemeinsam mit Regieassistentin Filiz Wulf zum Abschluss des Jubiläumsjahres 2006 auch wieder selbst in Szene.

Im Juni und September 2007 knüpfte er an den Erfolg von 1998 an, als in einer erneuten Kooperation die Ludin Theaterproduktion mit der Tanzschule Susanne Bothe ihr neustes Tanztheaterprojekt zeigten. Zweimal begeisterte das Stück "Abgefahr'n" das Publikum im jeweils nahezu ausverkauften Theater am Aegi in Hannover.

Parallel dazu inszenierte Ludin zum ersten Mal für das Theater Die kleine Bühne ein Schauspiel. "Bernarda Albas Haus" von Federico Garcia de Lorca feierte im April 2007 Premiere und wurde auch im Rahmen der Amateurtheatertage 2007 auf Baltrum begeistert aufgenommen.

Sein Stück "Die Schöne und das Biest", das er in Zusammenarbeit mit Bühnenbildner Andreas Scholz als Auftragsarbeit mit dem Amateurtheater THE BATZ inszenierte, feierte 2008 in Bad Nenndorf überragende Publikumserfolge.

Parallel dazu entstand 2008 in Kooperation mit den Hannoverschen Kammerspielen die Neuinszenierung des Alkoholiker-Dramas "Morgen hör ich auf". Unter der Regie von Harald Schandry stand Andreas Ludin diesmal selbst in dem Solostück auf der Bühne.

2009 kehrte er für das Schauspiel "Mörderisches Geheimnis" und die Komödie "Nichts als Sand" erneut als Regisseur an Die kleine Bühne zurück und verfasste "Das zauberhafte Märchenbuch". In diesem Stück griff er auf seine bisherigen Erfahrungen zurück und entwickelte aus einer Vielzahl an Märchen, Sagen und Erzählungen einen wilden und respektlosen Märchenmix - ein wahres Schelmenstück.

Nach mehreren kleineren Filmengagements kehrte Ludin 2009 für seine erste größere Filmrolle zu seinen darstellerischen Wurzeln zurück: in dem Dokudrama "Die Puppenjungs" von Nils Loof war er erneut als Hannovers Massenmörder Fritz Haarmann zu sehen.

Derweil ist er u.a. als freier Theaterpädagoge, Regisseur und Schauspieler tätig.

In Zusammenarbeit mit Jens Schlieper verfasste er 2011 zum 25. Jubiläum für Die kleine Bühne das Detectivical "Das Erbe des Don", in dem er auch selbst auf der Bühne zu sehen war.

Zu seinem 20. Autorenjubiläum konnte er sich selbst einen lang gehegten Wunsch erfüllen: er schrieb eine eigene Theaterfassung zu einem der wohl bekanntesten Balletts der Welt. Seine Bühnenversion von Peter I. Tschaikowskys "Schwanensee" wird er für Die kleine Bühne zum Ausklang der Saison 2012 gemeinsam mit seiner Frau Kirsten Ludin selbst in Szene setzen.

Während Die kleine Bühne 2013 zum zweiten Mal sein "Dornröschen" in Szene setzt arbeitet der Autor selbst wieder an neuen Geschichten für die Bühne. Man darf gespannt sein.

Bühnenrechte

Bühnenrechte: Ludin Theaterproduktion


Mitwirkende

vor der Bühne

Co-Regie:

auf der Bühne

Schneewittchen:

Königin Victoria - ihre Stiefmutter:

Polinesia Honigsüß (gen. Polli) - eine Biene:

Ferdinand - der Jäger:

Walburga - Kammerzofe:

Giovanni Garibaldi - Koch:

Der Spiegel:

Wurzel - der Oberzwerg:

Knurzel - der Küchenmeister:

Hurzel - das Kraftpaket:

Warzel - der Minenwächter:

Schnurzel - der Poet:

Purzel - der Tolpatsch:

Knirpsel - der Kleinste:


Reaktionen des Publikums

Immer wieder macht es  Spaß, Ihnen  zu zugucken

Es war unheimlich spannend
und wunderschön gespielt.
Vielen Dank

Es war total schön!
Großes Kompliment

Das interaktive Theater war
mal wieder auch  für die Erwachsenen ein Hit!!!

Das Stück war eine Erbauung.

Es war schön (Maximilian; 7 J.)

Es war so toll. (Madeleine)


Presse

Presse Text

Italienisches Gezeter in der Schlossküche

[...]  Was die Äußerlichkeiten angeht, ist das Schneewittchen der kleinen Bühne der Lukaskirche [...] ganz so, wie es die Brüder Grimm ersonnen haben. Ansonsten aber haben Autor Andreas Ludin und Regisseur Jens Schlieper der Märchenfigur [...] einiges  hinzugefügt, was nicht nur Kinder belustigt, sondern auch Erwachsenen hin und wieder ein Schmunzeln abringt. Das diesjährige Weihnachtsmärchen der immer professioneller werdenden Amateurbühne kann schon wenige Tage nach der Premiere als voller Erfolg gewertet werden.
Grund dafür ist vor allem die Idee, dem Ensemble am königlichen Hof einen Koch hinzuzufügen, der  [...] für große und kleine Zuschauer ausgesprochen witzig überkommt.
[...] bekommt die Prinzessin in der Inszenierung allerdings Konkurrenz von einer anderen flotten Biene [...] (Die Biene) bezaubert die jungen Zuschauer und spricht mit ihnen den Fortlauf der Geschichte an den spannenden Stellen ganz persönlich ab, damit sie vor Aufregung nicht von den Bänken hüpfen. [...]

(HAZ - Stadtteilanzeiger vom 22.11.2001)