Root

Wohltäter - Schauspiel von Michael Frayn

zuletzt gespielt: 27.04.2008

Über das Stück

David Kitzinger ist ein idealistischer Architekt, seine Frau Jane eine überzeugte Anthropologin, die ihn unterstützt und antreibt. Im Gegensatz zu dem glücklichen und wohlhabenden Paar stehen ihre Nachbarn und Freunde Colin und Sheila Molyneux:
Colin war einst das Paradebeispiel des klassischen Schulgenies. Inzwischen wurde er zu einem verbitterten Journalisten, dessen Zynismus und Schadenfreude das Leben des Paares bestimmen. Seine Ehefrau Sheila dagegen ist ein unterwürfiges, ängstliches graues Mäuschen.

Davids neustes Projekt ist die Neugestaltung eines Armenviertels in der Innenstadt. Stück für Stück haben ihn aber die Umstände gezwungen, zwei 50stöckige Wolkenkratzer zu planen, die er ursprünglich rigoros ablehnte.
Um der unglücklichen Sheila eine Aufgabe zu geben, lässt David sie auf Wunsch seiner Frau bei sich arbeiten. Mit den Aufgaben wächst aber auch ihr Selbstbewusstsein und ihr wird klar, dass sie auf Dauer mit Colin unglücklich ist.

Als Colin bemerkt, dass er seine Frau verliert, wandelt er sich zum anarchischen Helden der Masse, der Davids Pläne mit Macht zu durchkreuzen versucht ...

Das 1984 entstandene Stück ist ursprünglich in den sechziger Jahren des 20. Jh. angesiedelt.
Es ist kein Zufall, dass das Armuts-Viertel in dem Stück "Basuto-Road" genannt wird. Sie wird damit zum Sinnbild einer langen Reihe des kulturellen Imperialismus, der im 19. und 20. Jh. das Schicksal Schwarzafrikas bestimmte. So handelt eine der wesentlichen Debatten zwischen den Figuren auch  davon, ob die Menschen würdig sind, darüber zu entscheiden, wie und wo sie leben wollen, oder ob ein patriarchalischer 'Halbgott' dies für sie tun muss. Dieses mikrokosmische Argument hat offensichtliche politische Parallelen.

Neben dieser politischen Ebene stellt das Stück aber vor allem Studie der ungewollten Zerstörung persönlichen Glücks durch gut gemeinte Bevormundung dar. Indem die Charaktere und allen voran Jane versuchen, sich für die (not-)leidenden Mitmenschen einzusetzen, zerstören sie deren und ihre eigenen Perspektiven. Und so wird das Schauspiel zu einem Spiegel des Scheiterns.

Autor: Michael Frayn

Bühnenrechte

Bühnenrechte: Pegler Verlag


Mitwirkende

vor der Bühne

Co-Regie:

auf der Bühne

David Kitzinger:

Jane Kitzinger:

Colin Molyneux:

Sheila Molyneux:

hinter den Kulissen

Technische Leitung:

Technik:

Bühnenbild:

Soufflage / Inspizienz:

Fotos:

Programmtexte:

Programmlayout: